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Ein Forchheimer Patent soll helfen, Kosten zu sparen
Patent feste-drehbare DüseJohann Putschner erfand eine besondere Düse - Tüftelei dauerte ein halbes Jahr - In Freystadt erprobt

Ob Spritzgießformen für Teile aus Kunststoff im Auto, in Maschinen, an Elektrogeräten für den täglichen Gebrauch, «Plopp-Verschlüsse» für Flaschen bis hin zum Baby-Schnuller: Johann Putschner aus Forchheim konstruiert seit 15 Jahren Spritzgießformen für die kunststoffverarbeitende Industrie und hat sich nun eine seiner Entwicklungen patentieren lassen.

FREYSTADT/FORCHHEIM - Waren früher das Reißbrett, Bleistift und Tusche seine Hilfsmittel, so ist heute der Computer samt modernster 3D Software und Farb-Plotter, sein Handwerkszeug. Zu dem noch ganz wichtig: Die Kreativität. Denn für jede Form braucht es individuelle Lösungen, damit das Spritzwerkzeug für die spätere Massenproduktion nach den Wünschen der Kunden «maßgeschneidert» hergestellt werden kann.

Dabei konnte Putschner in jüngster Zeit eine Neuheit vorstellen: Eine «feste-drehbare Düse». «Sie erlaubt es nun, ohne Zusatzmechanismen, verschiedene Kavitäten im Spritzgießwerkzeug zu fertigen, ohne das Werkzeug von der Spritzmaschine nehmen zu müssen, was eine erhebliche Zeitersparnis bei gleichzeitig günstigeren Herstellkosten bedeutet», erklärt der Forchheimer. Vor zwölf Jahren hat er sich mit seinem Konstruktionsbüro selbstständig gemacht und nun seine Erfindung als Patent angemeldet.

Bisher hatten die Konstrukteure nur die Möglichkeit, auf starre Normdüsen zurückzugreifen, die die Hersteller von Normteilen (im Fachjargon: Normalienhersteller) anbieten, erklärte Putschner. «Meine Düse wird in einem einzigen Fräsarbeitsgang als feste Arretierung, gleichzeitig aber auch als Drehdüse in jede variable Drehstellung formschlüssig in das Werkzeug eingebaut», beschreibt er seine Idee, die umzusetzen etwa ein halbes Jahr bis zur Gebrauchsfertigkeit gedauert hat.

Seine ersten Prototypen haben die Tests, durchgeführt bei der Freystädter Firma E.M. Bayer, die seit 50 Jahren technische Spritzgussteile fertigt, erfolgreich bestanden. «Parallel dazu habe ich erst einmal bei der Landesgewerbeanstalt Recherchen angestellt, ob nicht gleichwertiges oder ähnliches bereits für ein Patent angemeldet worden ist». Dies war nicht der Fall. Deshalb konnte er gemeinsam mit einem Patentberater diese Neu-Entwicklung beim Patent-und Markenamt in München schützen lassen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass bereits erste Gespräche mit Normalienherstellern stattgefunden haben, die Interesse an dieser Innovation im Bereich Formenbau und Kunststoff-Spritzguss zeigen.

Hauptaufgabe seines Büros soll aber nach wie vor die Betreuung von Projekten von der Entwicklung bis hin zur Serienreife sein.
 


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